oder Erlo, Erlar, Erlaer, Horlon, Herlere, Erlore...

 

Vorwort:

Durch archäologische Funde Anfang und Mitte des 20. Jahrhunderts konnte zweifelsfrei nachgewiesen werden, dass Erle und Umgebung bereits in der Steinzeit besiedelt war. Neben vielen Artefakten wie Steinbeile und -messer wurden in Erle zahlreiche Urnengräber und Grabhügel gefunden. Der augenscheinlichste Zeuge ist der große Grabhügel Nr. 7 an der Straße Werlo in der Östrich. Der spektakulärste Fund ist der "Erler Riesenbecher", ein ca. 4000 Jahre alter Keramikbecher, rund 43cm hoch. Dieser wurde in der frühen Bronzezeit in den heutigen Auen des Schafsbachs im Östricher Bruch von einem unbekannten Menschen in einer Sanddüne vergraben. Danach verliert sich die beweisbare Geschichte Erles für 3000 Jahre im Dunkel der Zeit. Der Vorhang lichtet sich erst wieder mit dem Fund des fränkisch-merowingischen Gräberfelds in der Westrich. Die dort Gefundenen Münzen zeigen, dass dieses Gräberfeld mindestens bis zum 6. Jahrhundert n.Chr. benutzt wurde. Und wieder legt sich das Dunkel der nicht nachweisbaren Geschichte über unser kleines Dorf. Erst im 11. Jhd. n.Chr. taucht unser Dorf langsam und überaus bruchstückhaft daraus auf. Und erst mit dem 17. Jhd. n. Chr. mehren sich die schriftlichen Zeugnisse die sich bis heute in diversen Archiven recherchieren lassen. Je mehr man sich der Gegenwart nähert, umso umfangreicher kann man sich informieren.

Ich habe mit diesem Kapitel meiner Homepage versucht, einen kurzen Abriss der Geschichte meines Dorfs zusammenzutragen. Aus einem kleinen Projekt wurde eine Urlaubsaufgabe und ich kann und möchte trotzdem keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Wenn ich alles, was ich über Erle gefunden habe, hätte hier aufschreiben wollen, wäre ich bis zum heutigen Tage immer noch damit beschäftigt. So habe ich nach der Umfangreichen Sichtung des Materials gezielt auf Eckpunkte und wichtige Ereignisse beschränkt, was besonders bei der jüngsten Geschichte gar nicht so einfach war.

Die Gründungsgeschichte des eigentlichen Dorfes ist nicht wirklich bekannt. Im Laufe der Zeit haben einige Heimatforscher anhand der verfügbaren Fakten mehrere Theorien erstellt. Keiner kann aber wirklich sagen, welche von diesen Theorien letztendlich die korrekte ist. Ich habe mal die drei bekanntesten hier niedergeschrieben. Suchen Sie sich selber aus, welche für Sie die plausibelste ist.

Wie gesagt, ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit und die Korrektheit kann ich nur soweit garantieren wie meine Quellen, die sich im Anhang befinden, dieses tun.

Kleine Anmerkung: Gerade vor dem 19.Jahrhundert werden einige Namen und Bezeichnungen verschieden geschrieben. Ich habe die Originalschreibweise der Quelle entsprechend so belassen, deshalb kann es vorkommen, dass z.B. Cleve und Kleve in einem Absatz zu finden sind.

Ich möchte mich hiermit ausdrücklich beim Archiv des Heimatbundes der Herrlichkeit Lembeck und der Stadt Dorsten e.V., dem Bistumsarchiv der Diözese Münster, dem Landesarchive NRW, dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (speziell dem LWL-Museum für Archäologie in Herne), der Universitäts- und Landesbibliothek Münster, der New York Public Library, der Library of the University of Michigan, Google Books, den Katasterämtern der Kreise Borken und Recklinghausen, der Bezirksregierung Köln (Dezernat 7), Adalbert Friedrich vom Heimatverein Raesfeld, Pastor Barlage und vor allem Ingrid Sönnert für die freundliche, kompetente, schnelle und geduldige Hilfe bedanken. Ohne diese Unterstützung wäre dieses Kapitel nicht möglich gewesen. Und natürlich posthum Heinrich Lammersmann und Prof. Dr. Albert Weskamp, ohne die Arbeit dieser beiden wäre viel Geschichte einfach wieder vergessen worden. 

Michael Kleerbaum

 

 

Erle, die Geschichte in Stichpunkten.

Vor- und Frühgeschichte

Die Hügelgräber in der Bauerschaft Östrich, die in der späten Bronzezeit errichtet wurden, und Grabfunde aus der Jungsteinzeit beweisen, dass schon vor Tausenden von Jahren Menschen auf Erler Gebiet gelebt haben [1][2][3][4]. Weitere Funde zeigen, dass im frühen Mittelalter hier Franken und Sachsen gesiedelt und sich, zumindest anfangs, feindlich gegenüber standen. [5][6][7][8]

 

1000 bis 1299 n.Chr.

Anlässlich einer Schenkung Kaiser Heinrichs des II. wird Erle erstmals 1017 als „Horlon“ erwähnt [9][10]. Im 12. Jahrhundert soll im Gebiet des heutigen Dorfes ein großer, freistehender Drostenhof gestanden haben, dessen männliche Linie erlosch und die weiblichen Erben verschenkten deshalb das gesamte Gut an den Freiherrn zu Raesfeld. [82] Dr. Josef Böckenhoff nennt im Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck von 1960 zehn Stammhöfe: Erlar in der Mitte der Hofgemeinschaft, Wissing im Westen, Tygard im Osten, Barkendal im Nordwesten, Westrick im Südwesten, Ordendorp im Nordosten, Sudendorp im Südosten, der Lütke, der Grote Hag in Werlo und am südlichen Rande Huxlo. Wobei der verlassene Hof Tygard im "ollen Garden" am Teufelstein lag. [86]

Im Heberegister des Klosters Werden wird Erle in der Mitte des 12. Jahrhunderts als „Erlore“ [11], in einem anderen Register, in welchem die Einkünfte der kirchlichen Benefizien des Bistums Münster abgeschätzt werden, wird Erle im Jahre 1313 als "Herlere" genannt [30]. Die Ritter zu Erle, die 1201 erstmals urkundlich erwähnt wurden und den Namen „von Ichorne“, also Eichhorn=Eichhörnchen, trugen, werden als die Gründer der im 12. Jahrhundert von Raesfeld abgetrennten Pfarrei St. Silvester (nach dem hl. Papst Silvester) angesehen [12]. Daher auch die drei Eichhörnchen im Dorf-Wappen. Es ist  möglich, dass der im Jahr 1201 [92] urkundlich genannte Ritter Fredericus de Herlon identisch ist mit dem im Jahre 1193 [94] und 1207 auftretenden Friedrich von Erlo [93] und das er und die in den Jahren 1246, 1256, 1259, 1270, 1281 und 1285 erwähnten Henricus de Erlo (auch Erler), Anoldus de Erler, Liudgerus de Erlo und Bernhardus de Erlo zu derselben Familie gehören und dass alle ihren Namen vom Dorf Erle herleiten [13][33]. Ist dies richtig, dann ist das früh ausgestorbene Rittergeschlecht dieses Namens als Gründer der Kirche von Erle anzusehen. [34] Urkundlich erwähnt ist wohl, dass das Patronatsrecht über die Kirche  von einer Familie mit diesem oder einem ähnlichen Namen auf die Familie von Willich vererbt wurde [14]. 

 

1300 bis 1499 n.Chr.

Unser Dörfchen wurde im Laufe der Zeit von den Mächtigen des Öfteren verspielt, verkauft und verpfändet. Ab 1317 erhielt der Ritter Menco dictus Heydene die Freigrafschaft Heiden, zu der die Kirchspiele Heiden, Ramsdorf, Reken, Lembeck, Wulfen, Lippramsdorf, Hervest, Schermbeck, Erle, Raesfeld und die Bauerschaft Marbeck gehörten [16]. 1335 versetzte Menco dictus Heydene u.a. die Freigrafschaft und den Gerichtsstuhl zu Erle (Erler) auf sechs Jahre an den Grafen Johann von Cleve. 1336 war Hermann Wykinck Freigraf des Erler Freistuhls. [91] 1364 übertrug Wenemar von Heiden den Freistuhl zu Erle („Die Freibank bei der Kirche zu Erler“) dem Grafen Johann von Kleve. Bis 1374 war Dietrich van der Weldegerhoeve Freigraf des Erler Freistuhls. [91] Im Jahre 1374 ging der südliche Teil der Freigrafschaft mit den Kirchspielen Lembeck, Schermbeck, Raesfeld, Erle, Wulfen und Hervest dauernd an die Familie von Raesfeld (Bytter von Raesfeld) über, während der nördliche Teil den Herren von Heiden verblieb. Wahrscheinlich bedienten sich dann die von Heiden und die von Raesfeld eines und desselben Freigrafen, der die gemeinsame Bezeichnung „der von Heiden“ führte.  Bis zum Ende des alten Reiches verblieb sie in dem Besitz der Familie von Raesfeld zu Ostendorf [17]. Um 1400 war August Wernerus de Bekehusen im Besitz der bischöflichen Lehngüter in Rode (Rhade) im Kirchspiel Erler (Erle). 1404/1405 war Heinrich von Lette Freigraf des Freistuhls zu Erle, 1405 übernahm Werner Leveking, 1426-1450 Bernt de Duiker das Amt. [91] Im 15. Jahrhundert entstand durch das Bemühen der Herren von Lembeck, eine eigene Gerichtsbarkeit im damaligen Amt Ahaus zu etablieren, die Herrlichkeit Lembeck, dieser Begriff wurde 1467 erstmals Urkundlich erwähnt. Die Herrlichkeit bestand aus den Dörfern Altschermbeck, Erle, Hervest, Holsterhausen, Lembeck, Rhade, Wulfen und Anfangs auch noch aus Raesfeld und Lippramsdorf. 

Seit dem Mittelalter gab es einen sogenannten Schultenhof. Ein Schultenhof ist der Haupthof einer Gemeinschaft abgabepflichtiger Höfe, die einem Grundherrn gehörten. Zu diesem Verband gehörten die Höfe Bente, Oendorp, Budde, der Stroerhof, Telman und Stegerhoff, von dem angenommen wird, dass er im Besitz einer Adelsfamilie mit Namen „van Erler“ war. 1370 wird ein Gherd van Erler urkundlich erwähnt. [95] (Ein Arnt van Erler wird 1484, [96] 1394 eine Frau Kunne van Erler, Witwe des Hinriches van Erler und Mutter von Gherd, Metter und Heyleke van Erler urkundlich [97] erwähnt. Darin kaufte die Witwe einen Hof in Ksp. Loen up der Huntwyck, womit vermutlich Stadtlohn gemeint ist.) Diese Höfe waren mit Erdwällen und Gräben befestigt. Das offene Land darum herum nannte sich (und heißt es bis heute) Erler Mark und gehörte den Höfen gemeinschaftlich. Diese hatten auch ihre eigene Gesetzgebung und Gerichtsbarkeit, die sogenannten Markgerichte, Holzgerichte oder Höltings. [81] Die Familie van Erler verkaufte diesen Hof an den auswärtigen Grundherren Döring, der ihn durch einen sogenannten Schulte verwalten ließ [15]. Dieser Schulte wurde 1372 erstmals schriftlich erwähnt. Nach örtlicher Überlieferung [37] soll der Hof zu Erle zwischen dem Pastorat und dem Hofe Tellmann in der Paßweide gelegen haben, und zwar auf einem Grundstück, das ca. 1895  noch dem damaligen Wirte Böckenhoff genannt Bente gehörte und das damals "Der Schultenhof" hieß und wo  man auch die alte Sohlstätte aufgefunden haben wollte.  1645 wurde der Schultenhof Erle an den Freiherr Burkhard Wilhelm von Westerholt, Herr zu Lembeck, verkauft [22]. Ab dem 16. Jahrhundert löste sich der Hofverband langsam auf und das Land wurde an die Bauern verpachtet. Das Femegericht von 1441, dem der Freigraf Bernt de Duker (Auch Bernt de Duiker genannt) vorstand, ist eines der wenigen überlieferten Gerichtsverfahren. [64] Bernt de Duiker nannte sich bei diesem Freigerichte auch „vrygreve der vrygravscapp van Heiden“. [43] Unter der Teilnahme von rund 100 schildbürtigen Männer und Freien, u.a. Hugo van Osterwyk „freigreve in dem veste von Rekelinchusen“ sowie Wenemar von Heiden und Johan von Rasvelde, wurde nach dem Rechte des Heiligen römischen Reiches und der Heimlichen Acht damals Gerhard von Diepenbrock und zwei seiner Knechte verfemt, weil sie vier gegen des Frevlers Bruder Evert von Diepenbrock ausgesandte Freischöffen ergriffen und misshandelt und zwei derselben ermordet hatten; allen Freischöffen wurde es unter Königsbann zur Pflicht gemacht, bei erster Gelegenheit die Geächteten zu ergreifen und an den nächsten Baum aufzuknüpfen „als der heymelyken achte recht ys.“ [32] Der Freistuhl führte damals nach dem an den Pfarrhof anstoßendem Hofe Askamp die Bezeichnung „der Vryenstoel ten Hassenkampe by Erler“. [31] Der älteste bekannte Glockenguss für die Pfarrkirche zu Erle geschah 1469. Die Glocke hatte die Inschrift: „De levenden rop ick, de todden beklage ick, hagel un donner breke ick, Catharina hete ick“. MCCCCXXXXXXIX.  [59] 1452 bis 1458 war Johann Selter, 1481 bis 1485 Hinrick van Ryngenberghe Freigraf des Erler Freistuhls. [91]

 

1500 bis 1599 n.Chr.

Auf eine Urkundliche Mitteilung scheint die Nachricht [39] zurückzuführen zu sein, dass schon 1488 der klevische Anteil der Gemeinde Erle durch Vereinbarung zwischen dem Drosten Johann von der Horst zu Schermbeck und Johann von Lembeck an die Gerichtsbarkeit des Hauses Lembeck gekommen sei; letzterer habe sich verpflichtet, dass er die Gerichte zu Altschermbeck, Erle und Raesfeld wie in alter Zeit halten und die die klevischen Güter und Untertanen wie die eigenen schützen würde. 1487 wurde Bernt Remmer Freigraf des Erler Freistuhls. [91]

Ein Deryck van Wijk wird namentlich als Pastor von Erle in einer alten Urkunde als Zeuge bei der Testamentaufsetzung des Johann von Raesfeld am 23. November 1500 erwähnt. Hierbei wurde festgelegt, dass seine Ehefrau Friedericke von Rede u.a. für ihr Altenteil "de olde Hanenborg" erhalten sollte. Damit ist die Erler Turmhügelburg in der Erler Mark (Pötters Wiese) gemeint, dem Erler Pendant zur bekannteren Raesfelder Burg Kretier. [41] Hermann Nyels war von 1505 bis 1518, Wessel then Slaede von 1527 bis 1543 und Berendt Tylken von 1547 bis 1573 Freigraf des Erler Freistuhls. [91]

Zwischen 1533 und 1622 hatten calvinistische Pfarrer im Dorf das Sagen [18][19][20]. Der letzte katholische Pfarrer vor den Reformationswirren in Erle hieß Jakob Brabander. Er starb 1533. [43] Sein offensichtlicher Dienst an der Gemeinde war der Neubau der "Kleinen Kirche", dem Vorgängerbau unsere heutigen Kirche. [47] Sein halb katholischer, halb protestantischer Nachfolger wurde Johannes Bernadi genannt. Zu seiner Zeit ist wahrscheinlich das damalige Kirchengebäude vom Feuer verwüstet worden. Er war bis 1555 Pfarrer in Erle. [42] 

Im Jahre 1532 und 1560 belehnten Johann Herzog von Kleve und Graf von Ravensberg Adolf von Raesfeld u.a. mit dem Kirchspiel Erle [21]. 1543 urkundete Wessel ten Slaede, Freigraf des Johann von Raesfeld zu Raesfeld, über einen vor seinem Freistuhle getätigten Verkauf des im Kirchspiel Erle gelegenen Erbes „die Huerue“ an Hermann ther Hueren. Im 16. Jahrhundert wurde in Erle die Armenkasse gegründet. Anstatt eines Armenhauses übernahm diese Armenkasse über Jahrhunderte hinweg das Auskommen der bedürftigen Leute. Diese Armenkasse wurde durch die schatzpflichtigen Bürger Erles und u.a. durch Stiftungen finanziert. [62] 

Von 1555 bis 1559 nahm ein uns heute namentlich unbekannter Vikarius aus Dorsten das Amt des Dorfpfarrers ein. [43]  Ebenfalls nicht als katholischer sondern als reformatorischer Pfarrer. Dieser verließ Erle aus unbekannten Gründen um Platz zu machen für einen Johann Bocholt, genannt Buchholz, der von 1559 bis 1566 die Gemeinde mehr schlecht als recht leitete. [42] Er machte den Weg frei für den wohl schlimmsten reformattischen Pfarrer in Erle, dem verbitterten Calvinisten Philippus Raßfelt, auch Raesfeld genannt. Sein Wirken zwischen 1566 und 1586 bestand u.a. darin die Inneneinrichtung der damaligen Kirche völlig zu zerstören. Nach 20 Jahren wurde er dann des Landes verwiesen. [42] 1587, 1598 und 1599 wütete die Pest in Dorsten. Besonders 1617 und 1635 bis 1637 traf es Erle und Raesfeld besonders schlimm. [61]

Während des 80jährigen Krieges zwischen Spanien und den Vereinigten Niederlanden kam es auch zu Übergriffen beider Truppen auf das Münsterland. Ende des 16. Jahrhunderts setzten über 24.000 spanische und 7000 niederländische Truppen über den Rhein und fielen in die vom Krieg bis dahin fast unberührten deutschen Landen ein. In der Erler Östrich lies Don Alfonso Davilos, der unter dem Kommando von Francisco de Mendoza stand, ein mit Erdwällen und Wassergräben befestigtes Heerlager errichten und jahrelang (bis 1629 [83]) die Herrlichkeit Lembeck mit Raub, Mord, Brandschatzung und Erpressung überziehen. [44][45][46] Diesen Job übernahmen dann im 30jährigen Krieg 1633 der Herzog Georg von Braunschweig-Lüneburg und der Landgraf Wilhelm von Hessen-Kassel mit ihren Truppen, die schließlich auch Schloss Lembeck und damit die Herrlichkeit Lembeck besetzten und den Brauch pflegten, alles was nicht niet und nagelfest war mitzunehmen. [48] Sie hörten damit erst 1648 wieder auf. [83] Eine Folge des 30jährigen Kriegs war auch die Verknappung des Holzes in der Erler Mark. Man begann auf den damals noch recht weit verbreiteten Heideflächen den Heidehumus zu ernten und diesen nicht nur als Ackerdünger sondern auch als Brennmaterial zu benutzen. [84]

Dem Philippus Raßfelt folgte für ein kurzes Intermezzo aus Dorsten in der Zeit von 1586 bis 1590 Jakob Funke um dann zwischen 1590 und 1622 einem weiteren schlimmen Calvinisten die Schlüssel zur Kirche zu übergeben: Conradus Storrich. Dieser hatte so viel Unheil angerichtet, das er auf einen Erlass vom Münsteraner Fürstbischof Ferdinand die Gemeinde hat verlassen müssen. [43] Er und seine Frau starben in Schermbeck und die Sage erzählt, dass sein Geist und der seine Frau wegen ihrer schändlichen Verfehlungen auf dem Weg zur Ludgeruskapelle umgehen müssen. 

Das Patronatsrecht über die Kirche zu Erle ging 1569 von den Herren von Wylich (Willich) zu Diersfort  an die jüngere Linie dieser Familie über, die sich nach dem bei Xanten gelegenen Gute Winnendall nannte. 1571 wurde „Wilich Hoiffmeister“ als Patron genannt.

 

1600 bis 1799 n.Chr.

1622 führte der klevische Landdroste Adolf Hermann von Wylich zu Winnendall den neuen Pfarrer Michael Spanier zu Erle ein, der es schaffte, die Gemeinde Erle nach all den Jahren der Reformationswirren wieder auf den katholischen Weg zu leiten und das Kirchengebäude wieder instand zu setzen. In Urkunden von 1623, 1626 [40] und 1632 nannte sich die Witwe des o.g. Landdrosten Katharina geborene Pallandt „Erbholzrichtersche der Erler Marken und Collatrix der Kirche daselbst.“ Das Patronatsrecht war also ein Annexum des Erbholzrichteramtes der Erler Mark, und dieses wird an die Herren von Wylich gekommen sein, weil dieselben Drosten und Erbhofmeister der Grafen von Cleve waren, der ursprünglichen Lehnsherren der Freigrafschaft Heiden, also auch des Stuhles zu Erle war. [35] Die Herren von Lembeck besaßen schon 1643 das Patronatsrecht zu Erle. Ebenfalls 1643 wurde ein Lehrer  in Erle erwähnt. [73] In der Erler Kirchenrechnung von 1644 die Rede davon, dass die beiden neuen Kirchenmeister eingesetzt seien „ihn nhamen unsers Synodi heren zu lembeck, weilen ehr nun auch zu dieser Zeit unser Erbholtrichter indt der Kirchen zu Erlle collator undt also oberkirchmeister geworden is.“ [36] 1643 war das Patronatsrecht der Kirche zu Erle bereits im Besitz der Familie Westerholt zu Lembeck, von denen es dann 1702 auf den Grafen von Merveldt überging.  1651 wurde die Silvesterglocke in Erle auf der "Worte" gegossen, sie hatte u.a. die Inschriften: "De Lebendigen rope ick, de Doden beweine ick, Hagel undt Donder breicke ick, Ao 1651", " Michael Spannier Pastor in Erle me fieri euravit Joannes Formica me fecit", "Dem woll edel undt gebornen Heren Heren Borchardt Freiher von Westerholt Her zu Lembeck Erbholtrichter undt Colator der Kirchen zu Erle" sowie "Mathias Brandes Bernard Averhagen Kirchmeistre." Der älteste Lehrer und Küster, der  dem Namen nach bekannt ist, war Henrich Richters; 1649 trat er sein Amt an und bekleidete dasselbe bis 1690. Er unterrichtete in seinem eigenen Hause, das am Platze gelegen war. Sein Nachfolger im Amte war  Dietrich Jürgen Quickstert. Nach dem Tode Quicksterts wurde 1772 der aus Ramsdorf gebürtige Ortwin Rave als Lehrer und Küster angestellt. 

1672 besetzten die französischen Truppen König Ludwigs unser Dorf und die Herrlichkeit und zerstörten die Gebäude, die nach dem Abzuge der Spanier 1648 gerade wieder aufgebaut wurden aufs neue. [83] Die Pfarrer Heinrich Korte (1659 bis 1678) [42][43] und Hermann Quickstert (1678 bis 1727) [42][43] folgten Michael Spanier und führten seine mühsame Aufbauarbeit fort. Hermann Quickstert haben wir es zu verdanken, dass sich das Dunkel über die Erler Vergangenheit ein wenig mehr gelichtet hat, er begann während seiner Amtszeit mit den ersten regelmäßigen und detaillierte Aufzeichnungen. [42][43] Pfarrer Joseph Cumann (1727-1769) führte diese Aufzeichnungen fort und erweiterte sie. [42][43] 1734 verweigerte der Kölner Kurfürst seinem preußischen König seine Truppen um den Streit mit den Franzosen um den polnischen König auszutragen. Am 23. Dezember 1734 zogen dann preußische Truppen auch durch Erle um die Bevölkerung anstatt des Kurfürsten für dessen Ungehorsams mit Zwangsabgaben zu bestrafen, [83] wohlweißlich übersehend, das Erle nicht unter kurkölnischer Landeshoheit sondern zur Herrlichkeit Lembeck und damit zum bischöflichen Hochstift in Münster gehörte. [98]

Der Siebenjährige Krieg (1756-1763) hatte auch für unser Dorf Folgen. Zu Anfang mussten regelmäßig Nachschub an das Magazin in Wulfen geliefert werden. [45] Nachdem endlose Flüchtlingstrecks durchs Dorf zogen wurde es ab 1757 durch französische Truppen für einige Zeit besetzt. Sie errichteten in Wulfen ein Magazin und nötigten alle Leute in der Herrlichkeit Lembeck, alles Entbehrliche dort abzuliefern. [83] Am 15. Mai 1757 legte die französische Armee mit 35 Bataillonen und 24 Schwadronen ein Heerlager bei Altschermbeck an und verwüsteten die Felder und Obstbäume auch in Erle. [83] Diese wurden dann 1758 durch die nachrückenden verbündeten preußischen, hannoverschen und hessischen Truppen vertrieben die sich natürlich auch an den Tieren und Feldfrüchten der Erler vergriffen. [83] 1760 kamen die Franzosen wieder und den Rest der Zugtiere zu beschlagnahmen. Diesmal jedoch hatten die Erler daraus gelernt und ihre Tiere in den nahen Wäldern versteckt. Am 22. Juni 1762 lagerte eine weitere französische Armee unter dem Prinzen Condéé und General Dupichon in Altschermbeck und lies die umliegenden Kirchspiele, also auch Erle mit Zwangsabgaben belegen und vollendete somit das Zerstörungswerk des Siebenjährigen Krieges. [83] Danach folgen wieder Flüchtlingsströme aus Frankreich in der Zeit der französischen Revolution 1789 bis 1799, diesmal aus Priester, Mönche und Adelige bestehend. [49][50] 

Dem nach Heiden hin gelegenen Wall, auch Werl (heute führt die Straße Werlo dadurch) genannt, hatte 1786 neue Grenzen bekommen und war damit nicht mehr in der Erler Mark berechtigt, es gehörte vielmehr dem Freiherren von Wylich zu Diersfort. Die damalige Familie Schäper hatte es von dem seit Jahrhunderten zur Pacht. (1605: „Johan Olthuß, sunsten genannt de Scheipffer auff werlle“, 1614: „Jan Oldthoeff sunst genandt Jan Scheffer aufs Werll“). Zu Anfang des 19. Jahrhunderts gehörte der Hof Schäper aufm Werl („das kleine Werl“) der Frau Baeßen geborene Wydenbruck zu Borken; 1811 verkaufte diese den eigentlichen Hof an die aufsitzende Familie, während sie ihr die zugehörigen Grundstücke und Gerechtigkeiten, wozu auch die Schaftrift auf dem großen Werl gehörte, aufs neue in Erbpacht gab. Der heutige Besitzer heißt Brömmel. [38] 1772 wurde das erste kleine Schulgebäude errichtet. Es lehnte sich seitlich an den Turm der kleinen Kirche und hörte bereits beim ersten Strebepfeiler auf. [45][47][73] 1792 wurde die große Glocke, über deren Entstehung nichts bekannt ist, umgegossen, ihre Inschrift lautete: „Henricus Petit me fecit anno 1792“. [59]

 

1800 bis 1889 n.Chr.

1803 kam Erle mit der Herrlichkeit Lembeck zum Fürstentum Salm. [23] Nachdem 1807 mit dem Frieden von Tilsit der dritte Napoleonische Krieg zu Ende ging, wurde u.a. Erle nun auch offiziell Teil von Frankreich. [50] Napoleon teilte das Land in Departements-Provinzen, diese in Arrondissements-Bezirke, diese zerfielen wieder in Kantone=Kreise, diese in Mairien oder Bürgermeistereien. Unser Dorf gehörte zum Lippedepartement und zum Arrondissement Rees, zum Kanton Ringenberg und zur Mairie Altschermbeck. [49] Im Oktober 1806 ging der "Bange Tag" in die Geschichte ein. Die gesamte männliche Bevölkerung Rhades und Erles stürmte in den Dämmerwald, auf der Flucht vor den aggressiven Soldatenwerbern der geschlagenen preußischen Truppen Friedrich Wilhelms I. [49] 1812 wurde das Kirchspiel Erle eine politische Gemeinde. Im Mai 1812 erfolgte nämlich die Aufteilung des Gebietes in zwei Mairien, Lembeck und Altschermbeck, unter gleichzeitiger Erhebung der Kirchspiele zu politischen Gemeinden. Zur Bürgermeisterei Lembeck gehörten nun die Gemeinden Lembeck, Hervest und Wulfen und zur Bürgermeisterei Altschermbeck die Gemeinden Altschermbeck, Holsterhausen, Erle und Rhade. [25]. 1812 folgten auch Durchzug auf Durchzug von französischen Regimentern durch Erle in Richtung Russland. Schließlich begannen die Franzosen auch in Erle und Umgebung Soldaten auszuheben, d.h. Zwangszurekrutieren. [50] Nachdem Napoleons Truppen in der Leipziger Völkerschlacht unterlegen war ging das Ganze von vorne los, nur rückwärts zur Festung Wesel hin. Am 07. November 1813 zogen die letzten französischen Infanteristen durch Erle durch. [49] Ihnen folgten ein paar Tage später ein Tross russischer Kosaken, die damals mit den Preußen verbündet waren um die Festung Wesel zu belagern und zu stürmen. Zwischen dem 14. November 1813 und dem 04. März 1814 marschierten unzählige Kosaken durch Erle und nahmen auch Stellung im Dorf und den Bauerschaften. Im Gegensatz zu den Franzosen hausten die Kosaken wie die Schweine und nahmen sich an Vieh, Nahrungsmittel, Unterkunft und Frauen was sie wollten. Diese schreckliche Zeit ging als der "Kosakenwinter" in die Geschichte der Erler Umgebung ein. [50][51] Am 04. März wurden die Kosaken durch preußische Truppen unter General von Putlitz und durch den Landsturm ersetzt, an dem sich auch Erler Männer beteiligten. Diese trieben die Franzosen letztendlich im Mai 1814 über den Rhein zurück. [49] 

Die Erler Gemeinde wurde durch diese schwierigen Zeiten durch Pfarrer Joseph Anton de Weldige-Cremer geführt, der das Pfarramt von 1770 bis 1814 innen hatte. Er war es auch, der die Femeiche vom kranken Kernholz befreien ließ und damit dem Baum das Weiterleben ermöglichte. [45] Auch verdanken wir diesem Pfarrer das heute noch stehende Alte Pastorat. Er ließ es 1790 nach dem Entwurf des Velener Baumeisters Tinnewald erbauen [52] und 1797 nach Brand- und Sturmschäden wiederaufbauen.  1803 wurde die Poststrecke Essen-Borken eingerichtet und in der Erler Östrich wurde das 1797 erbaute Haus des Bauern Grewing, ehem. Suendarp bis 1850 zur Poststation. [88] 1813 wurden beide Bürgermeistereien der Regierung zu Münster unterstellt und damit ebenfalls preußisch, 1816 wurden sie dann dem Kreis Recklinghausen zugeordnet. 1825 wurden beide Verwaltungen in Personalunion dem Bürgermeister in Wulfen unterstellt. 1844 wurden die Bürgermeistereien in Ämter umgewandelt.

Pfarrer de Weldige-Cremers Nachfolger, Franz Lohede (1814 bis 1843), zeichnete sich in seiner Zeit dadurch drei verschiedene Dinge aus: Den Neubau eines dringend benötigten Schulhauses (Hierbei handelte es sich um das 1816 erbaute Gebäude, das bis 1892 als Schule genutzt wurde und danach bis in die 80er-Jahre des 20. Jahrhunderts als "Kempers Scheune" bekannt war, es war das letzte Haus vor der Kastanienallee am Eckhornsloh), [76] durch die Verschönerung  und Reparatur des durch die jüngste Kriegsvergangenheit vernachlässigte Kirchenhauses und durch die Prozesse, die er gegen die Erler Bauern führte, die gar nicht daran dachten, die durch Napoleon abgeschafften Fron- und Abgabedienste an den jeweiligen Pastor wieder aufzunehmen. [42][43] Unter Lohede wurde der erste Kaplan der Pfarre eingeführt, Anton Schwarze, dem 1841 Heinrich Neuwöhner folgte. Ihm folgten in Erle 1843 Heinrich Schmitz aus Laer, 1846 Heinrich Besseling aus Südlohn, 1858 Bernhard Wittgen aus Münster, 1859 Frid. Ristemper aus Warendorf, 1863 Philipp Vorwich aus Ottmarsbocholt , 1865 Bernhard Segbers aus Legden, 1887 Peter Karthaus, 1913 Anton Berning aus Holthausen, 1927 Richard Schweing aus Billerbeck, 1928 Theodor Tombrink aus Holtwick, 1930 Georg Ording aus Cappeln und Hugo Johannismann aus Dortmund, 1941/42 Heinrich Lohmann aus Dülmen, 1947 Pater Liers und 1951 Bernhard Pieper aus Stadlohn. [42][43] Am 26. August 1819 besuchte der damalige König Friedrich Wilhelm IV. das Dorf und seiner damals schon berühmte Eiche. Im Jahre 1827 wurde ein Teil der zum Kreise Rees gehörende Bauerschaft Overbeck zur Pfarre Erle überwiesen. [42]

Rund 48 Jahre wirkte danach Anton Nonhoff als Pfarrer von St. Silvester (1843-1891). Besonders bemerkenswert ist die Tatsache, dass er in dieser Zeit sowohl sein silbernes, sein goldenes und auch sein diamantenes Priesterjubiläum in der Gemeinde Erle gefeiert hat. [42] Ihm verdanken wir die bisher umfangreichsten Aufzeichnungen aus dem Kirchen- und Zeitgeschehen des damaligen Dorfes. 1840 fand die Teilung der Erler Mark statt. Statt Gemeinschaftseigentum wurde diese nun in kleine Eigentumsgrundstücke geteilt. [85] Ebenfalls ab 1840 wurde die Botenpoststrecke Borken-Erle in Betrieb genommen. [88] Im August 1849 wurden in der Bauerschaft Östrich Beiträge für ein Kruzifix gesammelt, das dort an der Stelle des alten Hagelkreuzes aufgestellt wurde; das letztere fand einen neuen Platz an der Landstraße nach Dorsten. [42] Diese wurde um 1850 fertiggestellt und ab dem 01. April wurde Personenpostlinie Borken-Raesfeld-Erle-Dorsten eingeweiht. [88] Als Erler Gemeindevorsteher fungierte ab 1841 der Landwirt Heinrich Hesseling, sein Stellvertreter war der Schmied Franz Kock. 1843 wurde auf dem jüdischen Familienfriedhof der Familie Cahn das erste Familienmitglied bestattet. 1846 stellte Josef Schwane die Erler Turmwindmühle fertig. Von 1848 bis 1859 war Albert Tellmann Gemeindevorsteher. [60] Die alte Katharinenglocke von 1469 wurde nach einem Sprung 1851 neu gegossen. Diese neue Glocke hatte die Inschrift: „Salve regina, mater misericordiae Vita, dulcedor, et spes nostra, Ego nominor Maria Ferdinandus & Frat. Edelbrock ex Gescher me fearunt, 1851“. Heinrich Lammersmann wurde am 01.03.1865 geboren. Von 1876 bis 1882 versah Schmiedemeister Franz Kock das Amt des Gemeindevorstehers. [60] Am 16. Juni 1871, dem Tage des 25jährigen Papstjubiläums, pflanzte Pfarrer Nonhoff mit der Gemeinde die auch heute noch stehende Pius-Eiche [53] und ließ die Glocken in einem Akt zivile Ungehorsams genau für diesen Anlass läuten anstatt für den von Reichskanzler Otto von Bismarck ebenfalls an diesem Tage angeordneten "Friedenstag". Zu tief saß noch der Groll des katholischen Priesters und seiner Gemeinde gegen den bismarckschen Kulturkampf. Einen großen Teil seiner Amtszeit verbrachte Anton Nonhoff mit der Sammlung von Kapital für den dringend gebrauchten Neubau der Kirche, 1864 ließ er bereits Pläne und Kostenvoranschläge vom Münsteraner Architekten und Diözesanbaumeister Hilger Hertel dem Älteren anfertigen. [43] 1875 war es endlich so weit. [54] Dieser dauerte allerdings bis 1879, tatsächlich wurde die Kirche erst im April 1881 komplett fertiggestellt. [55] In der Zwischenzeit tat eine Scheune als Notkirche ihren Dienst. 1881 wurde Gastwirt Josef Böckenhoff am 01. Mai Verwalter der ersten Erler Postagentur. Ihm folgte Johann Brand und dann für Jahrzehnte Friedrich Meiners. [88] Von 1882 bis 1891 war Schmiedemeister Johann Brand Gemeindevorsteher. [60]

 

1890 bis 1899 n.Chr.

Im November 1890 wurde ein Vorgängerverein des Heimatbundes Herrlichkeit Lembeck gegründet [98]. In der Erler Pfarrchronik wird 1887 erstmals der Kirchenchor erwähnt. [43] Am 15. April 1891 wurde eine Postagentur der "neuen Art" in Erle in der späteren Wirtschaft Schneemann eingerichtet [89], am 10. Juni wurde die Mädchenschule (heute Heimathaus) eröffnet. [73] In der Zeit zwischen 1870 und 1880 wurde das Gebiet des ehemaligen spanischen Heerlagers durch Prof. Hosius archäologisch untersucht, gefolgt von weiteren Untersuchungen 1884, 1901 und 1907. [44][45] Am 25. Januar 1875 begann Heinrich Lammersmann mit der Schulchronik. [73] Am 08. September 1890 wurde der Erler Mütterverein durch einen Jesuitenpater gegründet. [43] Dem Erler Allgemeinen Bürgerschützenverein Erle wird eine neue Fahne gestiftet. [108]

Peter Karthaus, geboren in Sorabaja auf der Insel Java, Kaplan in Erle von 1887 bis 1891 wurde schließlich Priester der Gemeinde und versah dieses Amt von 1891 bis 1927. Im gleichen Jahr wurde auch Landwirt Hermann Klaus Gemeindevorsteher (1891-1892) [60] und der Spar- und Darlehnskassenverein gegründet [90] und Fritz Sagemüller wurde geboren [74].  Ebenso wie Pfarrer Nonhoff ist Peter Karthaus wegen seines selbstlosen und überaus bescheidenen Einsatzes als Seelsorger in die Erler Kirchengeschichte eingegangen. [43] Ihm ist es zu verdanken, dass die neue Kirche auch eine würdige Innenausstattung bekam indem er die unermüdliche Arbeit Pfarrer Nonhoffs [42] fortführte. Außerdem ließ er 1892 das damals bereits über 100 Jahre alte Pfarrhaus gründlich renovieren. Von 1892 bis 1898 hatte der Brennereibesitzer Heinrich Böckenhoff das Amt des Gemeindevorstehers inne. [60] Ebenfalls 1892 wurde die neue Knabenschule fertig (heute Kiosk/Bäckerei Spangemacher).  [76] 1893 reiste er nach Rom und brachte eine Reliquie vom Hl. Papst Silvester mit, die in das Altarkreuz eingelassen wurde. In der Zeit von 1898 bis 1904 stand der Landwirt Heinrich Schneemann dem Dorf als Gemeindevorsteher vor. 1897 bis 1899 grassierte die Diphtheritis in Erle, es starben insgesamt 17 Kinder. [77] 1899 feierte Pfarrer Karthaus sein silbernes Priesterjubiläum. 

 

1900 bis 1919 n.Chr.

Die Befestigung der Rhader Straße, 1900 beschlossen, wurde 1901 fertig gestellt. [77] Die Erler Bücherei wurde ebenfalls 1900 gegründet. [99] 1903 beschloss man die Befestigung der Schermbecker Straße, welche 1905 begonnen und am 31. Dezember 1906 beendet wurde. [77] Landwirt Hermann Brömmel war Gemeindevorsteher von 1904 bis 1911, Maurermeister Anton Nienhaus von 1911 bis 1923. [60]  Am 16. März 1909 wurde die sogenannte "Hohe Schule" eingeweiht. [78] 1913 erkrankte Karthaus und musste in Münster operiert werden. [56] Vom Anfang des 20. Jahrhunderts bis 1926 wurden im fränkisch-merowingischen Gräberfeld in der Westrich 22 Gräber gefunden und u.a. durch die Lehrer Heinrich Lammersmann und Fritz Sagemüller ausgegraben. [7] 1914 wurde die Kaplanei an der Schermbecker Straße erbaut. [43][78] 1914 wurde auch die Freiwillige Feuerwehr Erle gegründet, das Spritzenhaus stand bis 1966 auf dem Schulgelände,  wo heute die Turnhalle der Silvesterschule steht. [78]

Im Juli 1914 erfuhr die Erler Landbevölkerung vom 1. Weltkrieg und schon im August zogen die ersten Erler Männer wie überall mit Begeisterung in den Krieg. 38 davon kamen nicht zurück. Ihre Namen sind auf dem Ehrenmal zu lesen. Bereits Ende 1914 durfte ans Vieh kein Getreide mehr verfüttert werden, ab 1915 wurden die ersten wirtschaftlichen Zwangsmaßnahmen ergriffen. Wieder einmal mussten die Erle Bauern bluten und Pferde, Getreide, Milch etc. dem Krieg geschuldet abgeben. [62] Schon 1915 machte sich der Mangel an Männern bei der Ernte bemerkbar, aber durch den Erler Gemeinsinn haben die Bewohner sich gegenseitig ausgeholfen. Die Jahre 1916-1918 wurden durch verschiedenen Umstände aber bereits zu Mangeljahren. 1915 schon fingen die Verbraucherpreise um über 50% an zu steigen. Nach einigen Ernteausfällen wurde auch die Eigenversorgung schwierig. Auch in Erle stellte der berüchtigte Steckrübenwinter 1916/'17 den Tiefpunkt des Lebensmittelmangels dar. [62] Der Nähe zum Ruhrgebiet geschuldet kam täglich Stadtleute auf "Hamsterbesuch" ins Dorf. Es war 1917 als die Erler Kirche die "kleine Regina" und die "Große Glocke" am 21. Juni an das Amt Wulfen zwecks Einschmelzung abgeben musste. Einzig die Silvesterglocke verblieb in der Glockenstube, bis 1923. [59] 1918 grassierte die Spanische Grippe, trotz Schulschließung erkrankten 61% aller Schulkinder und vier verstarben daran. [80] 1918 war der 1. Weltkrieg dann endlich zu Ende. Wie schon in früherer Zeit zogen Truppen (in diesem Falle die geschlagene deutsche Armee) auf dem Weg vom Rhein durch Erle. Es begann am 25. November, am 26. wurden Sachsen aus Fulda in die geräumten Schulhäuser einquartiert. Bis zum 13. Dezember zog jeden Tag deutsches Militär durch das Dorf und benahmen sich wie ihre Vorgänger in den Jahren und Jahrhunderten davor nicht gerade vorbildlich. [80] Was blieb war die Inflation. 1919 begannen die Ämter Alt-Schermbeck und Wulfen damit das erste eigene Notgeld in Form von 5- und 10-Pfennig-Münzen zu prägen, 1920 kam das 50-Pfennigstück dazu. Interessanterweise zeigten alle drei Münzen die Erler Femeiche auf der Rückseite. [63] Erst 1924 verlor das Notgeld mit der Einführung der Rentenmark an Gültigkeit.

 

1920 bis 1929 n.Chr.

Nach dem Ende des Krieges stellte auch die Herrlichkeit Lembeck eine bewaffnete Bürgerwehr in den Orten auf, die von den "hamsternden" Bewohner des Ruhrgebiets immer noch heimgesucht wurden, um für Ruhe und Ordnung zu sorgen und gegen Plünderungen und Felddiebstähle vorzugehen. Diese Bürgerwehren wurden aber 1920 bereits wieder aufgelöst. [65] Die politischen Unruhen in Berlin hatten auch Folgen für unser Dorf. Nach dem Kapp-Lüttwitz-Putsch räumte die Reichswehr am 19. März 1920 die Stadt Dorsten und quartierte sich in die Festung Wesel ein. Am 21. März rückte die sog. Rote Armee, auch "Spartakisten" genannt  in Erle ein, um Quartier zu nehmen [66] und benahmen sich nicht viel anders als die Kosaken anno 1814. Ein Leben eines Erlers war damals nicht viel wert. Am 26. März 1920 rückte die Reichswehrbrigade v. Loewenfeld von Borken aus gegen die Rotarmisten vor und fanden in Erle noch drei Rotarmisten vor, die kurz darauf standrechtlich erschossen wurden. [66] Am 27. März wurde Erle komplett von Reichswehrtruppen nach versprengten Rotarmisten durchsucht. Fünf Rotarmisten wurden auf der Flucht nach Dorsten bei der Gastwirtschaft Heßling Platz (heute als Tenk-Heßling bekannt) gestellt und auf der Flucht in die Östrich an der Rhader Straße verwundet und dann mit Kopfschuss getötet. Die Toten ließ man liegen, abends begruben Erler Bürger sie auf dem Grundstück Lechtenbrink [66] , das ist heute das kleine unbebaute Grundstück vor dem Hof Wewers. Im Juli 1922 erfolgte die Gründung des Heimatbundes der Herrlichkeit Lembeck. [98] Damit gab es mit der Ortsgruppe Erle den ersten Heimatverein in Erle, das kleine Heimatmuseum mit den Ausgrabungsstücken war in einem der Schulgebäude untergebracht. [110] 

Bedingt durch die Währungsreform und die Außenpolitik der Weimarer Republik normalisierte sich die Lage in Erle bereits 1924 ein wenig und Pfarrer Karthaus nutzte die Lage um der Kirche wieder zu neuen Glocken zu verhelfen. Um bei der Finanzierung dreier neuer Glocken zu helfen wurde die Silvesterglocke abgegeben. [59] Landwirt Johann Paß wurde zum Gemeindevorsteher ernannt. [60] Am 21. Dezember 1923 bekam die Gemeinde Erle dann endlich wieder drei neue Glocken: Die größte erhielt den Namen St. Silvester und die Inschrift: "St. Silvester Patrone noster conforta nos in fide", die mittlere wurde der Mutter Gottes geweiht: "Nos cum prole pia benedicta Virga Maria" und die kleinste den Schutzengeln: "Sancti Angeli Custodes, illuminate, regite, custodite nos". Bescheiden, wie Peter Karthaus sein Leben lang war verzichtete er auf die Nennung seines Namens. [56] 1924 wurde im Dorf das goldene Priesterjubiläum an zwei Tagen groß gefeiert. [57] 1926 ließ Pfarrer Karthaus den neuen Friedhof anlegen. Am 04. November 1927 verstarb der beliebte Pfarrer nach einem halben Jahr schwerer Krankheit. [56]

Als neuer Pfarrer wurde Eberhard Grosfeld 1928 eingeführt. [43] Im Zuge der kommunalen Neuordnung (Preußisches Gesetz zur kommunalen Neuordnung des rheinisch-westfälischen Industriegebiets) sind die beiden Ämter 1929 vereinigt und in „Amt Hervest-Dorsten“ umbenannt worden. [26] Verwaltungssitz blieb vorerst noch Wulfen. 

 

1930 bis 1939 n.Chr.

1930 erhielt die Kirche den Sakristeikeller und eine Warmluftheizung, ebenso wurden die noch Pfarrer Karthaus initiierten Renovierungsarbeiten beendet. [43] Auch wurde am 31.08.1930 das Erler Kriegerdenkmal eingeweiht, es wurde vom Bildhauer Dirks  aus Billderbeck geschaffen. [81] Am 23.10.1931 starb Heinrich Lammersmann. [74] Es folgte die Machtergreifung Hitlers und die damit verbundenen Veränderungen, die auch vor Erle nicht halt machen sollten. Obwohl  sich die Bevölkerung Erles immer schon dem katholischen Zentrum näher fühlten zeigen die Wahlergebnisse ab 1930 trotz der überwältigen Mehrheit für die Zentrumspartei eine ständig wachsende Tendenz für die NSDAP, wenn auch auf geringem Niveau und weit unter dem Reichsdurchschnitt. [67] Ab dem 01. März 1933 war Erle NSDAP-Stützpunkt. Am 23.07.1933 wurde veranlasst, dass der bisherige Gemeindevorsteher Johann Pass durch den Parteigenossen Franz Meiners ersetzt wurde. [67] 1933 stellte NSDAP-Stützpunktleiter Anstreichermeister Bernhard Stegerhoff und sein Stellvertreter Fritz Sagemüller den Antrag auf Teilnahme an den nichtöffentlichen Gemeinderatssitzungen, 1935 war der Erler Gemeinderat gleichgeschaltet und bestand nur noch aus Parteigenossen. [67] Erle erhielt am 01. Januar eine eigenständige NSDAP-Ortsgruppe und Bernhard Stegerhoff stieg zum Ortsgruppenleiter auf und blieb es bis Kriegsende. Der Propagandaleiter der Erler Ortsgruppe war Lehrer Fritz Sagemüller. Die NS-Frauenschaft von Lehrerin Mathilde Aldiek geleitet. Nun hatte die NSDAP im Münsterland nicht den erhofften und benötigten Zulauf um alle Parteiämter mit fähigen Leuten zu besetzen, in Raesfeld und Erle griff man daher einfach vermehrt auf die Lehrerschaft zurück, die teilweise bis zu fünf Ämter bekleideten ohne überzeugte Nationalsozialisten zu sein. Auch Ortsgruppenleiter Stegerhoff wurde nach dem Krieg von Pfarrer Grosfeld als relativ harmlos testiert, "...wohl deshalb weil der Ortsgruppenleiter  ein recht katholischer Mann war".  [68][67] Trotzdem kann sich das Dorf Erle nicht vom Mitläufertum freisprechen, wie man an dem Verhalten einiger Mitbürger gegen über der jüdischen Familie Cahn und deren Freunde im Dorf erkennen kann. [87] Das Amt "Hervest-Dorsten" zog nach der Einbeziehung der Stadt Dorsten am 1. April 1937 in den Amtsverband nach Dorsten um. [26] 1938 wurde ohne Wissen des Schulleiters Fritz Sagemüller auf dem Erler Schulhof ein sogenannter "Stürmer-Schaukasten" der gleichnamigen NS-Zeitung aufgestellt. Dieser beschwerte sich darüber erfolgreich. 

Dann begann der 2. Weltkrieg mit dem Überfall auf Polen. Im Dezember 1939 wurden in der Östrich zuerst Soldaten der "Goslarer Jäger", dann Pommersche Landwehrtruppen einquartiert. Nach deren Abzug wurden dann über 1000 Soldaten der voll motorisierten Waffen-SS aus Österreich einquartiert, die im Frühjahr 1940 zu den Holland-, Belgien- und Frankreichfeldzügen abrückten. [69]

 

1940 bis 1949 n.Chr.

1940 erfolgten auch die Einrichtung von zwei Gefangenenlagern im Dorf und in der Östrich und die Belegung u.a. mit polnischen Kriegsgefangenen. Im gleichen Jahr begannen die Engländer mit Nachtüberflügen über unser Dorf um Bomben ins Ruhrgebiet zu tragen. Ebenfalls 1940 verließ die Familie Cahn, die seit 1824 in Erle wohnte, das Dorf. [87] 1941 wurde die Familie Else Cahns nach Riga deportiert. [100]  Ein Jahr später wurde in der Erler Heide die ersten Scheinanlagen installiert, um alliierten Bombern dazu zu verleiten, ihre Bombenfracht bereits kurz vor dem Ruhrgebiet abzuladen. [27] Am 22.01.1942 musste die Gemeinde die neuen Glocken  "St. Silvester" und "Maria Mutter Gottes" zur Einschmelzung hergeben. [43] Am 21.01.1942 wurden die aus Erle stammenden Emma und Jettchen Cahn ins KZ Theresienstadt und am 21.09.1942 ins KZ Treblinka deportiert wo sie ermordet wurden. [100] In 1942 und 1943 wurden in der Erler Östrich eine FlaK-Stellung und ein Flugwachtposten eingerichtet. Im Sommer 1944 wurde wieder eine große Versorgungseinheit für Munition und Treibstoff einquartiert. [27] Ab 1944 flogen die Alliierten auch tagsüber über Erle hinweg.  Ab diesem Zeitpunkt wurden in Erle auch Schutzgräben und - löcher zum Schutz gegen Tiefflieger vermehrt angelegt. In der gesamten Zeit seit 1940 wurde Erle unregelmäßig und vereinzelt mit Bomben und Luftminen bombardiert, es gab Tote und Zerstörung zu beklagen, auch durch Tieffliegerangriffe. [69] Aber im Vergleich zu Raesfeld, das zu 40% [69] und Rhade, das wegen seines Bahnhofs noch schwerer zerstört wurde [71] waren die Schäden bis zum März 1945, als die alliierten Truppen über den nahen Rhein setzen und die "Operation Varsity" durchführten, gering. [75][28] Am 23./24. März 1945 wurde Erle diesmal durch gezielte schwere Bomber- und Tieffliegerangriffe heimgesucht, die dem militärischen Beobachtungs- und Funkposten auf dem Kirchturm galten. Spreng- und Brandbomben zerstörten die meisten Häuser im Dorf rund um den Kirchturm, der auch in Brand geschossen, später zusammenbrach. [72] Dabei ging auch die kleine "Schutzengel"-Glocke verloren. Aber auch die Östrich war Ziel von Bombenangriffen. Nachdem man die FlaK-Stellung bombardiert hatte, wurden auch gezielt einzelne Höfe angegriffen, in denen man den Kommandeur der 1. deutschen Fallschirmjäger-Armee, General Alfred Schlemm zu Recht vermutete. Am 26. März kam es noch mal zu schweren Luftangriffen auf das Dorf. Am 27.03.1945 starb Hauptlehrer Fritz Sagemüller bei einem Bombenangriff. [74] Seiner Ehefrau ist es zu verdanken, dass viele der Ausgrabungsstücke aus dem fränkischen Gräberfeld diesen Tag überlebten. [75] Am selben Tag begannen dann die in und um Erle stationierten deutschen Truppen sich Richtung Rhade und Lembeck zurückzuziehen, so dass die einrückenden Truppen des zur 3. Fallschirmjägerbrigade gehörenden 8. Fallschirmjägerbataillon unter Brigadier James Hill nach drei lokal begrenzten Gefechten mit der verbliebenen Wehrmacht das Dorf am 28. März besetzen konnten. [28] An diesem Tag war der 2. Weltkrieg für Erle vorbei. [28] Die Engländer wurden später durch US-amerikanische Truppen abgelöst. Insgesamt sind in Erle in diesen Tagen mind. 35 Soldaten gefallen, 26 Deutsche, 6 Briten, 2 Russen und ein Amerikaner. Die Erler Zivilbevölkerung hatte 8 Tote zu beklagen und im 2. Weltkrieg sind 104 Söhne Erler Familien gestorben oder gelten als vermisst. Das die Besetzung Erles so relativ unblutig vonstattengehen konnte ist dem Rhader Robert Komberg und dem Erler Volkssturmadjutanten Nienhaus zu verdanken. Komberg überredete Nienhaus dazu, die dazu gelagerten Waffen und Munition am Rande der Hohen Mark in einem Bombentrichter zu verstecken. [70]

Gerd Buskamp  2. WK Einmarsch der Engländer

Bereits kurz nach Kriegsende begann man in Erle mit dem Bau einer weiteren Notkirche (diese wurde am 28. Oktober 1945 eingeweiht [43]) und machte sich unverzüglich an den Wiederaufbau der Hauptkirche. [42] 1945 nahm der Mütterverein nach seinem Verbot 1939 seine Arbeit wieder auf. [43] Bis Ende 1945 erfolgten in Erle zahlreiche Überfälle und Plünderungen durch einige ehemalige Zwangsarbeiter. [107] Eine Volkszählung 1946 ergab Erstaunliches: Neben den 991 gebürtigen Erlern lebten 220 Kriegsflüchtlinge in unserem Dorf, 1950 waren es noch 123. [79] 1946 gründete sich der Kirchenchor neu, diesmal auch mit weiblichen Mitgliedern. [43] Im Sommer 1948 wurde mit dem Wiederaufbau der Kirche nach Plänen des Architekten Otto Bongarzt aus Köln begonnen. [43]. Am 14. November 1948 wurde die Kolpingsfamilie Erle gegründet. [43] Pfarrer Grosfeld starb 1949. Sein Nachfolger wurde Theodor Vortmann. [43] Im selben Jahr gründete sich die Erler Gruppe der Landjugend. [43] Die englische Militärregierung setzte das Zentrumsmitglied Johann Hußmann als Bürgermeister, er wurde bei der ersten Kommunalwahl auch bestätigt. 1948 folgte ihm sein Stellvertreter Bernhard Lammersmann als Bürgermeister ins Amt, welches er bis 1956 inne hatte. [60] Am 15. Oktober 1949 wurde die wiederaufgebaute Pfarrkirche durch Weihbischof Roleff neu eingeweiht. [43]

 

1950 bis 1959 n.Chr.

Im 09. Mai 1951 brachte Heinrich Limberg die drei neuen Glocken aus dem Bochumer Gußstahlwerk ein. [43] Die Inschriften lauten für die große Glocke: "Die Lebenden rufe ich, die Toten beklage ich, Blitz und Donner breche ich" sowie "St. Silvester, unser Patron, stärke uns  in Treue", für die mittlere "Uns mit unseren Kindern segne Jungfrau Maria" und auf der kleine Glocke steht "Die Schutzengel mögen uns erleuchten, leiten und beschützen". [101] Am 12. Juli 1953 wurde die neue Kirchenorgel mit 20 Register ihrer Bestimmung übergeben. [43] 1954-1955 wurde aus der Landjugend die Katholische Landjugend, 1959/'60 kamen Rhader Jugendliche dazu und seitdem nannte man sich KLJB Erle/Rhade. [43] 1955/'56 wurde Schwanes Mühle zum ersten Mal renoviert und die Windflügel ausgetauscht. Hubert Menting wurde 1956 zum Bürgermeister gewählt. [60] 1957 wurde im hinteren Teil des Pastorats ein Jugendheim eingerichtet. [43] Das durch die Gemeinde Erle in Auftrag gegebene neue Ehrenmal  wurde am 10. Juni 1957 eingeweiht. [109] Die Umgehungsstraße (B224) wurde am 16. Dezember 1958 dem Verkehr übergeben. [144]

 

1960 bis 1969 n.Chr.

Die neue kath. Volksschule, die Silvesterschule, wurde am 20. Mai 1960 eingeweiht [43] und wurde bereits 1961 erweitert. "Die Erler Jäger" gründeten sich 1961. Schreinermeister Fritz Heidermann bekleidete ab 1961 das Amt des Bürgermeisters. [60] Der kath. Kindergarten St. Silvester wurde am 16. Juli 1964 eingeweiht und im selben Jahr auch mit dem Bau der neuen Sakristei begonnen. [43] 1964/'65 bekam die Erler Pfarrkirche ihre neuen farbigen Chorfenster. [102] Der Baumchirurg Michael Maurer sanierte 1965 die Femeiche umfassend. [113] 1965 bezogen niederländische NATO-Truppen die Erler NATO-Base. Der Fuhrunternehmer Tünte hat im Östricher Bruch im Herbst 1965 den Erler Riesenbecher gefunden. [111][112] Der Erweiterungsbau und die Turnhalle der Silvesterschule feierten am 17. Dezember 1965 Richtfest. [143] Am 26. Januar 1966 starb Pfarrer Theodor Vortmann. [43] Seine Amtszeit stand ganz im Wiederaufbau und Modernisierung der Pfarre. Ihm folgte am 19. Mai Pastor Hermann Schürmann ins Amt. [43] Die "Hohe Schule" wurde in den Sommerferien 1966 abgerissen. [102][78] Die Volksbank bezog ihr neues Domizil am 05. Oktober 1966. (heute Kiosk/Bäckerei Spangemacher) [142] Am 23. Juli 1967 bezog die Erler Kath. öffentliche Bücherei neue Räumlichkeiten im alten Pastorat. [43] Im selben Jahr wurde die neue Turnhalle und der dritte Bauabschnitt der Silvesterschule vollendet. Am 15. Oktober 1967 wurde der alte Friedhof endgültig geschlossen und eingeebnet, später entstand an der Stelle ein Bolzplatz. (Heute Jugendhaus) [43] Am 22. Oktober 1967 wurde das neue Feuerwehrgerätehaus eingeweiht. [141] Der Polizeiposten im heutigen Heimathaus wurde 1968 geschlossen. Seit 1968 nennt sich der Mütterverein "Kath. Frauengemeinschaft Deutschlands". [43] Am 01. Oktober 1968 wurde in der Östrich auf dem Hof Böckenhoff und in der Westrich auf dem Hof Stegerhoff jeweils eine Kartoffel-Gemeinschafts-GmbH gegründet. [140]  Ab Oktober 1968 wurde mit Hilfe des Landeskonservators die Windmühle restauriert. [140] 1969 bezog die Erler Bücherei Räumlichkeiten im Alten Pastorat [43] Letzter Bürgermeister der eigenständigen Gemeinde Erle wurde 1969 bis 1974 der Landwirt und Kaufmann Bernhard Böckenhoff. [60] Im Jahr 1969 wurde der Sportverein Eintracht Erle 1969 e.V. gegründet.

 

1970 bis 1979 n.Chr.

Im Juni 1970 begannen die Arbeiten zur Umgestaltung und Modernisierung des Kircheninneren nach Entwürfen von Prof. Manfred Ludes. [43] Bürgermeister Böckenhoff übergab am 19. Juni 1971 der Öffentlichkeit eine kleine heimatkundliche Sammlung mit Fundstücken aus dem fränkisch-merowingischen Gräberfeld. Ausstellungsort waren Schaukästen in der Silvesterschule [139] Der Erler Gemeinderat beschloss 1971 einstimmig den Anschluss der Gemeinde Erle bei der anstehenden kommunalen Neugliederung an die Stadt Dorsten. [106] Ostern 1971 wurde der neue Chorraum aufgestellt: Altar (Geweiht am 09. Dezember 1971), Ambo, Kreuz mit Tabernakel und Ewiges Licht wurden vom Raesfelder Bildhauer Herman Kunkler gestaltet. [43] 1973 feierte die Erler Kolpingsfamilie ihr 25jähriges Bestehen. Ab diesem Zeitpunkt wurden auch Frauen in die Familie aufgenommen. [43] 1974 wurde die neue Friedhofshalle fertig und eingeweiht. [43] Im Jahre 1974 wurde zum letzten Mal Getreide in Schwanes Mühle gemahlen. Das "Gotteslob" wurde 1975 in Erle eingeführt. [43] Am 01. Januar 1975 verlor Erle seine politische Eigenständigkeit und wurde im Zuge der kommunalen Neugliederung gegen den Willen des Erler Gemeinderats ein Gemeindeteil der Gesamtgemeinde Raesfeld. [105] Die niederländischen NATO-Truppen verließen Erle. 1975 wurde aus der Silvesterschule aus der Volkschule alter Art die Grundschule und ab dem 01. Juli gehörte die Erler Pfarre zum Dekanat Borken. [43] Am 18. Juni 1976 konnte den Erler Sportlern ein den Vorschriften entsprechendes Spielfeld an der Westerlandwehr übergeben werden. [138] 1977 brachten belgische NATO-Truppen die Stellungen wieder in volle Funktionsbereitschaft. Am 26. Januar 1978 bezog Pastor Schürmann das neue Pastorat, ebenfalls nach Plänen von Prof. Manfred Ludes gebaut. [43] Sein silbernes Priesterjubiläum beging Pastor Schürmann am 17. Dezember 1978. [138] Nach Umbaumaßnahmen wurde am 26. November 1978 das Alte Pastorat seiner neuen Bestimmung als Begegnungsstätte für alle Erler Bürger und Vereine übergeben. Auch Pfarrheim genannt war es bis weit in die 80er Jahre der kulturelle Mittelpunkt Erles. [43] Im selben Jahr musste die Kath. öffentliche Bücherei innerhalb des Pastorats in kleinere Räumlichkeiten umziehen. [43] 1979 wurde das 100jährige Bestehen der Erler Pfarrkirche gefeiert. [43] Im selben Jahr wurden die Windmühlenflügel erneut ausgetauscht.

 

1980 bis 1989 n.Chr.

Achtzig Wohneinheiten wurden am 29. Februar 1980 an die belgischen Truppen übergeben. [137] Ein Manöver der britischen Rheinarmee am 14. Juli 1980 richtete in der Westrich schwere Flurschäden an. [137] Mit vielen freiwilligen Helfern erhielt St. Silvester am 21. März 1983 einen neuen Fußboden, der Holzboden wurde entfernt. [136] Am 28. Juli 1983 verließen die belgischen NATO-Truppen Erle. [135] Das NATO-Manöver "Atlantic Lion" wurde durch massive Panzerdurchfahrten am 19. September 1983 durch das Dorf auch in Erle wahrgenommen. [136] 1984 wurde die Windmühle unter Denkmalschutzauflagen grundsaniert. 1985 erhielt die Erler Pfarrkirche ein neues, rotes Ziegeldach und der stumpfe Turm wurde mit Kupfer belegt. [103] Die Femeiche wurde am 21. August 1986 [135] und 1987 erneut behandelt. [114] Am 23. Mai 1987 feierte der Neubau der Volksbank Erle Richtfest. [134] 1987 wurde die Orgelbühne vergrößert und das Kircheninnere neu ausgemalt. Eine weitere Erweiterung der Silvesterschule wurde am 24. Juni 1988 eingeweiht. [134] Am 28. August 1988 feierte die Volksbank Erle ihr 100jähriges Bestehen. [134] 1988 wurden im Kirchenschiff und Turm neue Fenster eingesetzt. [103] Der Erler Kunstschmied Hermann Buning stellte den neuen Kronleuchter und die Wandkerzenhalter her. [103] Am 08. Mai 1989 wurden deutschstämmige Spätaussiedler in die ehemaligen NATO-Gebäude am Holten untergebracht. [133] Nach drei Wochen Umbau wurde ab dem 10. Juni 1989 die Poststelle am Kirchplatz wiedereröffnet. [133] 

 

1990 bis 1999 n.Chr.

Ein Orkan beschädigte 1991 die Erler Windmühle erheblich. Das heutige Heimathaus wurde 1992 grundlegend saniert und der Erler Heimatverein bezieht am 11. Oktober 1992 das Obergeschoss. [110][132] 1992 ging Pastor Hermann Schürmann in den Ruhestand, sein Nachfolger wurde Franz-Josef Barlage. [104] Die leer stehenden NATO-Gebäude am Holten wurden am 01. Juli 1992 zu einem Asylbewerber-Zentrum umgewandelt. [132] Am 26. März 1993 wurde die Erlerin Maria Honvehlmann Bürgermeisterin der Gemeinde Raesfeld. [60][131]  Die WDR-Hörfunksendung "Hallo Ü-Wagen" sendete am 02. Februar 1994 live von der Femeiche. [130] Pastor Barlage wurde 1994 zum Dechanten des Dekanats Borken ernannt. [104] Das Erler Jugendheim feiert seinen Umbau am 09. Oktober 1994. [129] Die leer stehenden NATO-Gebäude am Holten werden am 13.Oktober 1995 zu einem Aussiedler-Zentrum umgewandelt. [128] Am 17. Februar und am 30. April 1995 wurden zwei Raketenhallen der ehemaligen NATO-Base in der Östrich durch Brandstiftung zerstört. [129] 09. bis 12. Juni 1995: 100 Jahre Allgemeiner Schützenverein Erle. [129] Das neue Erler Jugendhaus wurde am 31. Mai 1997 eingeweiht. [126] Die Femeiche bekam 1994 erneut eine Umzäunung. [115] Am 13.April 1996 wurde das erweiterte Feuerwehrgerätehaus eingeweiht. [128] 1998 beging die Erler Kolpingsfamilie ihr 50jähriges Bestehen. Der neue Erler Kirchturm hatte am 20. Juni 1998 Richtfest und wurde am 29. November 1998 eingeweiht. [127] Ein neues Kreuz wurde am 03. Juni 1999 zur Erinnerung an den alten Friedhof an der Pius-Eiche aufgestellt. [125]

 

2000 bis 2009 n.Chr.

Ein Sturm im Mai 2000 beschädigte die Krone der Femeiche erheblich. [124][116] Die Silvestersporthalle in Erle wurde am 24. Januar 2004 eingeweiht. [123] An der Pius-Eiche stellte der Erler Heimatverein seine erste Geschichtsstation auf. [123] Die Erler Bücherei (vormals Kath. öffentlichen Bücherei) bezog am 17. September 2004 neue Räume in der ehem. Fleischerei Sebastian. [122] Nach dem Wegzug Anni Dickers ging das gesamte Haus im Jahr 2005 an den Heimatverein. Das Münsterländer Schneechaos des Sturmtiefs "Thorsten" am 26. und 27. November 2005 traf auch Erle. 1200 Jahre Christentum wurde in Erle am 05./06. Juni 2005 gefeiert. [122] Am 18.06.2006 wurde an der Femeiche eine Skulptur zur Erinnerung ans Freigericht aufgestellt. [121][117] Der Orkan Kyrill beraubte 2007 der Windmühle ihre Flügel. Der dritte markante Baum in Erle, die imposante Roßkastanie an der Kreuzung Schermbecker-/Silvesterstraße wurde entfernt. [120] 2008 wurde die Femeiche durch den Fachmann Jürgen Busch erneut saniert. [119][118] Richtfest für das neue Umkleidegebäude am Erler Sportplatz wurde am 26. November 2009 gefeiert. [119] Am 01. September 2009 gründete sich die KLJB Erle/Rhade neu. Ebenfalls im September 2009 wurde in Erle der Ständebaum aufgestellt. 2009 wurden die Baracken der NATO-Base abgerissen. Der Erler Andreas Grotendorst wurde am 30. August 2009 hauptamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Raesfeld. 

 

seit 2010 n.Chr.

Am 07. März 2010 ging Pastor Barlage in den Ruhestand. Er war der letzte richtige Pfarrer der Pfarrei St. Silvester Erle sein. 2011 feierten die "Erler Jäger" goldenes Jubiläum.  Pastor Barlage feierte am 02. Februar 2011 sein goldenes Priesterjubiläum. 2011 bekam die Femeiche neue Stützen. Im November 2011 bekommen die beiden Erler Kindergärten St. Silvester und St. Nikolaus das Gütesiegel "Familienzentrum NRW". Der Erler Pfarrgemeinderat hat am 21. März 2012 die Auflösung der Pfarrei St. Silvester und den Anschluss an die Raesfelder Pfarrei St. Martin beschlossen. Damit gibt Erle nicht nur die politische sondern auch die kirchliche Eigenständigkeit ab. Der Bescheid über die Fördermittel aus dem Dorferneuerungsprogramm für die Beschaffung neuer Flügel für die historische Windmühle lag 10. September 2012 vor. [145] Am 25. September 2012 beging die Volksbank Erle eG anlässlich ihres 125-jährigen Bestehens eine große Jubiläums-Generalversammlung im Festzelt auf dem Erler Festplatz. [146] Am 09. Dezember 2012 wurde im Heimatmuseum eine Bilddokumentation über die Erler Pfarrkirche St. Silvester eröffnet. [147] Pastor Hermann Schürmann, langjähriger Pastor in Erle, verstarb am 14. Dezember 2012 in Heiden. Im Parlament der Gemeinde Raesfeld wurde am 16. Dezember 2012 bekanntgegeben, dass die letzte Förderzusage für die Erler Mühle eingetroffen sei. [148] Die Auszeichnung "Philatelistische Schule" wurde der Briefmarken-Arbeitsgemeinschaft der Silvesterschule am 15. Januar 2013 durch den Bund Deutscher Philatelisten verliehen. [149] Am 24. Mai 2013 erhielt die Erler Turmwindmühle ihre durch einen Sturm zerstörten Flügel wieder. Die von Erler Seite mehrheitlich ungewollte Fusion mit der Raesfelder Pfarrei St. Martin wurde am 9. Juni 2013 auf dem Erler Sportplatz begangen. [150]  Die Deutsche Telekom begann am 07. Oktober 2013 mit dem Ausbau ihres Breitbandhochgeschwindigkeitsnetzes in Erle. [151] Durch das Sturmtief "Christian" waren große Teile des Dorfes über Stunden hinweg ohne Strom, bedingt durch einen auf die Stromleitung gestürzten Baums. [152] Der Erler Heimatverein beging am 27. November 2013 sein 25. jähriges Jubiläum. [153] Der letzte Pastor der Pfarrei St. Silvester, Franz-Josef Barlage, verstarb am 21. Dezember 2013. [154] Am 27. Dezember 2013 wurde die "Bürgerstiftung Raesfeld-Erle-Homer" gegründet. [154] Am 21. Januar 2013 trafen sich interessierte Bürger um über die Zukunft durch die Kirche zum Verkauf gestellte Alte Pastorat zu sprechen.  [155] 26 Rosskastanien werden am 25. Februar 2013 wegen Bakterienbefall am Friedholt und an der Schermbecker Straße gefällt. [156] Der am 05. und 06. April 2013 abgehaltene Osterbasar im Heimathaus stiftet den Erlös dem  Erhalt des Alten Pastorats. [157] Der Raesfelder Gemeinderat lehnte den SPD-Antrag am 07. April 2014 ab, das Erler Alte Pastorat zu kaufen. [157] Vertreter des Inititativkreises zum Erhalt des Erler Alten Pastorats übergab dem Bürgermeister Grotendorst am  05. Mai 2014 eine Unterschriftenliste mit 1277 Unterschriften (ca. 1/3 der Erler Bevölkerung).  [158] Sein 50 jähriges Jubiläum feierte der Erler Silvesterkindergarten am 18. Mai 2014  [159] Das markante Holzsilo auf dem Hof Böckenhoff im Dorf muss nach rund 50 Jahren Standzeit am 04. August 2014 einem Carport weichen.  [160] Der Erler Bevölkerung wird ausgerechnet an Silvester von Diakon von der Kanzel herab verkündet, dass das Alte Pastorat der Pfarrgemeinde St. Silvester an ortsfremde Privatpersonen verkauft wurde. [161] Das "Kleine Kaufhaus" (im Volksmund auch "Kocks" genannt), der letzte Erler Gemischtwarenladen, wurde mit dem Tode der Inhaberin Elisabeth Grundmann am 24. November 2015 geschlossen. [163] Am 03. Januar 2015 feierte die Nachbarschaft "Upen Plass/Lechten Brink" ihr 150jähriges Bestehen. [162] Die ehemaligen Bauernhöfe Brand und Heidermann sowie die ehemalige Gaststätte "Schneemann/Rüb", die seit langer Zeit ihren Platz an der Erler Kirche hatten, wurden auf Betreiben der politischen und kirchlichen Gemeinde mit Beginn vom 05. Januar 2015 abgerissen. Sie sollen Platz für das in der Bevölkerung umstrittene neue Pfarrheim und ein Caritas-Gebäude machen. [164] Die Firma "Deutsche Glasfaser" stellte am 16. April 2015 ihre Pläne für den Breitbandausbau des Internets vor. [165] Obwohl zuerst berichtet wurde, dass die Erler die 40% Hürde im Haupt- und Nachgang für den Glasfasernetzausbau nicht erreicht hätten, wurde am 25. September 2015 verkündet, das durch eine neue Rechenweise diese Marke doch erreicht worden ist. [166]. Am 29. Oktober begann in der Erler Schulstraße mit dem Aufstellen eines Verteilerhäuschens der Bau des Glasfasernetzes im Dorf. [167] Das neue Pfarrheim "St. Silvester-Haus wurde am 13. Dezember 2015 eingeweiht. [168] Die Erler Bücherei feierte nach ihrem Umzug die Eröffnung im St. Silvesterhaus. [169] Nach über 25 Jahren übergibt Bernd Honsel den Traditionsimbiss an Ingolf Rissel und am 04. Februar 2016 eröffnet "Ingolfs Futterstube". [170] 25-Jähriges Bestehen der Kita Holzwurm wurde am 25. Juni 2016 gefeiert. [174] Der St. Silvester-Kirchenchor wird am 16. Juni 2016 als gemischter Chor 70 Jahre alt. [171] Im August 2016 wurde  die Sanierung und die Erweiterung des St. Silvester-Kindergartens abgeschlossen. [173] Das u.a. von dem Künstler Fritz Pietz gestaltete neue Schulschild wurde am 19. Dezember 2016 an der Silvesterschule montiert. [172]  Am 21. Januar 2017 beginnen die Vorbereitungen für die "Babywiese" an der Turmwindmühle. [175] Eröffnung  des neuen Caritas-Hauses "Pflege & Gesundheit" am 01. März 2017. [176] Am 22. November 2017 brennt eine Feldscheune "Alter Postweg" in der Östrich komplett ab. [177] Viele Schäden durch Sturmtief "Friederike" am 18. Januar 2018. [178] Dr. Elisabeth Schwane, Gründungsmitglied des Erler Heimatvereins und herausragende Bewahrerin des Erler Sandplatts, verstarb im Alter von 97 Jahren. [179] An der Erler Femeiche kann man sich seit dem 03. April 2017 in ein Gästebuch eintragen. [179] Am 25. November 2018 wurde damit begonnen, den seit Jahrzehnten das Bild des Dorfkerns mitprägende Bullenstall auf dem Hof Böckenhoff an der Schermbecker Straße abzureissen. [180]

Quellen:

[1]

Ingrid Sönnert. Damals... Menschen und Geschichte(n) aus Raesfeld, Erle und Homer, Gemeinde Raesfeld 1997, ISBN 3-9804028-1-9, S. 19ff.

[2]

Heinrich Lammersmann: Die Gestaltung unserer Heimat. Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 1925, S. 17ff.

[3]

Heinrich Lammersmann: Die Steinzeit unserer Heimat. Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 1925, S. 50ff.

[4]

Heinrich Lammersmann: Neue Funde aus alter Zeit. Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 1931, S. 84ff.

[5]

Ingrid Sönnert. Damals... Menschen und Geschichte(n) aus Raesfeld, Erle und Homer, Gemeinde Raesfeld 1997, ISBN 3-9804028-1-9, S. 23ff.

[6]

Heinrich Lammersmann: Die Östrich, die Ursiedelung von Erle. Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 1926, S. 29ff.

[7]

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[8]

Heinrich Lammersmann: Die merowingisch-fränkischen Gräber in Erle bei Dorsten aus dem 6. bis 8. Jahrhundert n.Chr. Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 1927, S. 18ff.

[9]

Hubert Punsmann, Hans Schleuning, Gabriele Süsskind: Der Kreis Borken. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1982, ISBN 3-8062-0262-1.

[10]

Abschrift aus der Mitte des 15. Jh. in Rescripta privilegiorum Paderburnensis ecclesie. S. 87 im Staatsarchiv Münster.

[11]

Ingrid Sönnert. Damals... Menschen und Geschichte(n) aus Raesfeld, Erle und Homer, Gemeinde Raesfeld 1997, ISBN 3-9804028-1-9, S. 27ff.

[12]

Hubert Punsmann, Hans Schleuning, Gabriele Süsskind: Der Kreis Borken. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1982, ISBN 3-8062-0262-1.

[13]

Ingrid Sönnert. Damals... Menschen und Geschichte(n) aus Raesfeld, Erle und Homer, Gemeinde Raesfeld 1997, ISBN 3-9804028-1-9, S. 65ff.

[14]

Adolph Tibus: Gründungsgeschichte der Stifter, Pfarrkirchen, Klöster und Kapellen im Bereiche des alten Bistums Münster mit Anschluß des ehemaligen friesischen Theils. Münster, gedruckt und in Commission bei Friedr. Regensberg 1867, Band 1 Teil 2, Library of the University of Michigan.

[15]

Ingrid Sönnert. Damals... Menschen und Geschichte(n) aus Raesfeld, Erle und Homer, Gemeinde Raesfeld 1997, ISBN 3-9804028-1-9, S. 16ff.

[16]

Wilhelm Kohl: Germania Sacra - Neue Folge 31,1 Bistum Münster 7 Die Diözese 1, Verlag de Gruyter, 1999, ISBN 3-11-016470-1.

[17]

Landesarchiv NRW: Gesamtarchiv von Landsberg-Verlen (Dep.). - Akten, Nr. 22062: Erklärung des Adolf von Raesfeld zu Ostendorf, den Lehnbrief des Herzogs von Kleve über die Freistühle Assenkamp, Deuten und Dirickinck mit den Leuten in den Kirchspielen Raesfeld, Erle, Schermbeck, Lembeck, Wulfen, Hervest, Rhade, Holsterhausen und Ramsdorf in Verwahr halten zu wollen

[18]

Ingrid Sönnert: "...es schmeckt nach Calvinismus", Westmünsterland - Jahrbuch des Kreises Borken 1994, Kreis Borken, 1994, ISBN 3-927851-73-6, S. 158-163

[19]

Heinrich Lammersmann, Michael Spanier 1622-1669(70?), Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 1929, S. 65ff.

[20]

Ingrid Sönnert. Damals... Menschen und Geschichte(n) aus Raesfeld, Erle und Homer, Gemeinde Raesfeld 1997, ISBN 3-9804028-1-9, S. 118ff.

[21]

Nikolaus Kindlingers Münsterische Beiträge zur Geschichte Deutschlandes hauptsächlich Westfalens. Dritten Bandes Erste Abtheilung [...], Münster 1793 , New York Public Library

[22]

Ingrid Sönnert. Damals... Menschen und Geschichte(n) aus Raesfeld, Erle und Homer, Gemeinde Raesfeld 1997, ISBN 3-9804028-1-9, S. 65ff.

[23]

Hubert Punsmann, Hans Schleuning, Gabriele Süsskind: Der Kreis Borken. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1982, ISBN 3-8062-0262-1.

[24]

Hubert Punsmann, Hans Schleuning, Gabriele Süsskind: Der Kreis Borken. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1982, ISBN 3-8062-0262-1.

[25]

Hubert Punsmann, Hans Schleuning, Gabriele Süsskind: Der Kreis Borken. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1982, ISBN 3-8062-0262-1.

[26]

Hubert Punsmann, Hans Schleuning, Gabriele Süsskind: Der Kreis Borken. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1982, ISBN 3-8062-0262-1.

[27]

Heimatverein Erle: Erle - 1945. Lünenborg, Borken-Weseke 1995.

[28]

The Pegasus Archiv of the British Airborne Forces 1940-1945: History of the 8th Parachute Battalion.

[29]

Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X.

[30]

Niesert I. 526. – Revisions-Vermerke in den Kirchenbüchern. – Tibus Gründungsgeschichte S. 1064 f.

[31]

Tibus, Gründungsgeschichte S. 310 f.; Fahne, von Hövel S. 77 (s. v. Heiden); Die Beme S. 11 f.; Urkunde von 1543.

[32]

Niesert, Urkunden-Sammlung Bd. I, Abt. II, S. 96.

[33]

Tibus, Gründungsgeschichte S. 1065 – Nach Tibus, Namenskunde S. 93, ist Herlon wohl gleich Horlon (so in Urkunde von 1017, Erhard Cod. Nr. 92), welches soviel wie „sumpfiger Wald“ bedeuten würde.

[34]

Nach Lindner, die Beme S. 23, ist das 1344 genannten „locus vrigraviatus prope domos sive casas dictas Erle“ wohl identisch mit dem Freistuhl „in villa Greven“. – Vgl. auch Zeitschrift f. v. G. u. A. V 24: Gottfried de Erle ist 1338 Zeuge der Schenkung eines Hauses in Greven an der Domkirche zu Osnabrück.

[35]

Vgl. Tibus, Gründungsgeschichte S. 1065; Fahne, von Hövel S. 222 f.; Urkunden von 1623, 1626 und 1632 in Erle.

[36]

An Nachrichten über Erle über älterer Zeit ist noch eine Angabe des Lehnsregister des Grafen von Solmisse zu Ottenstein aus dem 14. Jahrhundert über Abgaben von dem im Kirchspiel gelegenen großen und kleinen Hach zu erwähnen. (Vgl. Tibus S. 1066.)

[37]

Brunn, Urk.-Sammlung S. 41 (Manuskript in Wulfen).

[38]

Urkunden, seit 1605 auf dem Hofe Schäper upn Wall. (Wissenstand: 1895)

[39]

Erler Schulchronik

[40]

Erler Pfarrarchiv

[41]

Adalbert Friedrich/Lutz Hoffmann: De olde Hanenborg in der Erler-Mark, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 1975, S. 34ff

[42]

Prof. Dr. phil. Albert Weskamp: Die Geschichte des Dorfes Erle und seiner Eiche, Westfälische Vereinsdruckerei, Münster, 1895

[43]

Pfarrei St. Silvester: Festschrift zum 100. Jubiläum der Kirche, 1979

[44]

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[45]

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[46]

Ingrid Sönnert: Die Herrlichkeit Lembeck während des Spanisch-Niederländischen und des Dreißigjährigen Krieges, Vestische Zeitschrift, Ausgabe 1997/'98, S. 7ff.

[47]

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[48]

Heimatblätter des Heimatverlages Dortmund, 1. Jahrgang 1919/20, September Heft Nr. 6

[49]

Heinrich Lammersmann: Die Franzosenzeit und der Kosakenwinter,  Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 1931, S. 62ff

[50]

Studienrat Dr. Hemsing: Napoleonszeit - Franzosenzeit - Kosakenzeit,  Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 1927, S. 55ff

[51]

Dr. Johannes Hemsing: Einquartierung im Kosakenwinter,  Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 1975, S. 52ff

[52]

Thomas Spohn (Hg.): Pfarrhäuser in Nordwestdeutschland - Beiträge zur Volkskultur in Nordwestdeutschland, Waxmann, Münster 2000, ISBN 3-89325-717-9, S. 208ff.

[53]

Klaus Werner: Die Pius-Eiche in Erle,  Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 2005, S. 199ff

[54]

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[55]

Erler Kirchenchronik

[56]

Heinrich Lammersmann: Landdechant Peter Karthaus zu Erle, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 1929, S. 76ff

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[58]

Wilhelm Schwiderek: Rhade im Dreißigjährigen Krieg - Die Pest 1635, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 1996, S.92ff

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Heinrich Lammersmann: Geschichte der Kirchenglocken zu Erle, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 1931, S. 69ff

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Ingrid Sönnert. Damals... Menschen und Geschichte(n) aus Raesfeld, Erle und Homer, Gemeinde Raesfeld 1997, ISBN 3-9804028-1-9, S. 390ff

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Hermann-Josef Schwingenheuer: Notgeld der Herrlichkeit Lembeck, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 1970, S. 103ff

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Ingrid Sönnert. Damals... Menschen und Geschichte(n) aus Raesfeld, Erle und Homer, Gemeinde Raesfeld 1997, ISBN 3-9804028-1-9, S. 430

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Klaus Werner: Die Auswirkung des Kapp-Putsches auf Erle, Rotarmisten in dem Heidedorf,  Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 1994, S. 104ff

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Ingrid Sönnert. Damals... Menschen und Geschichte(n) aus Raesfeld, Erle und Homer, Gemeinde Raesfeld 1997, ISBN 3-9804028-1-9, S. 449ff

[68]

Bistumsarchiv Münster, Generalvikariat Neues Archiv 101-7, Seite 72f. 

[69]

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[70]


Fritz Oetterer: Wie der im 2. Weltkrieg für Erle, Rhade und Lembeck geplante Einsatz des Volkssturmes erfolgreich verhindert wurde, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 1996, S. 142ff

[71]

Pfarrer Josef Debbing: Wie Rhade den Zweiten Weltkrieg erlebte, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 1968, S. 67ff

[72]

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[73]

Ludwig Brüggemann: Aus der Chronik der Schule in Erle, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 1980, S. 121ff

[74]

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Gertrudis Tüshaus, geb. Sagemüller: Unvergessene Tage im Frühjahr 1945, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 1995, S. 69ff

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Ludwig Brüggemann: Aus der Chronik der Schule in Erle, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 1981, S. 140ff

[77]

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[78]

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[79]

Ingrid Sönnert. Damals... Menschen und Geschichte(n) aus Raesfeld, Erle und Homer, Gemeinde Raesfeld 1997, ISBN 3-9804028-1-9, S. 510ff

[80]

Ludwig Brüggemann: Aus der Chronik der Schule in Erle, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 1987, S. 78ff

[81]

Ludwig Brüggemann: Aus der Chronik der Schule in Erle, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 1988, S. 93ff

[82]

Ludwig Brüggemann: Aus der Chronik der Schule in Erle, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 1990, S. 107

[83]

Ludwig Brüggemann: Aus der Chronik der Schule in Erle, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 1991, S. 93ff

[84]

Heinrich Lammersmann: Plaggenmahd und Torfstich, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 1932, S. 49ff

[85]

Ludwig Brüggemann: Aus der Chronik der Schule in Erle, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 1992, S. 113

[86]

Dr. Josef Böckenhoff: Die Markkötter zu Erle, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 1960, S. 22ff

[87]

Dr. Elisabeth Schwane: Erinnerungen an Else Cahn, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 2000, S. 123ff

[88]

Ingrid Sönnert. Damals... Menschen und Geschichte(n) aus Raesfeld, Erle und Homer, Gemeinde Raesfeld 1997, ISBN 3-9804028-1-9, S. 327ff

[89]

Rolf Schürmann: Aus der Geschichte des Postwesens in der Herrlichkeit Lembeck, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 1958, S. 46ff

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Ingrid Sönnert. Damals... Menschen und Geschichte(n) aus Raesfeld, Erle und Homer, Gemeinde Raesfeld 1997, ISBN 3-9804028-1-9, S. 333ff

[91]

Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, Abteilung Westfalen, A 450 Ra I Gesamtarchiv von Landsberg-Velen (Dep.), Raesfeld-Urkunden: Urkunde Nr. 7,  62, 66, 90, 95, 97, 138, 141, 142, 168, 183, 184, 195, 239, 249, 257a, 275, 279, 283, 318

[92]

Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, Abteilung Westfalen, A 171 I Studienfonds Münster, Stift Überwasser, Münster - Urkunden: Urkunde Nr. 16

[93]

Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, Abteilung Westfalen, A 134 I Stift Freckenhorst - Urkunden: Urkunde Nr. 7

[94]

Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, Abteilung Westfalen, A 145 I Kloster St. Aegidii, Münster - Urkunden, Urkunde Nr. 2

[95]

Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, Abteilung Westfalen, A 450 Ge I Gesamtarchiv von Landsberg-Velen (Dep.) Gemen - Urkunden: Urkunde 38

[96]

Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, Abteilung Westfalen,  122.23.01 Xanten, Viktorstift Urkunde Nr. 73

[97]

Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, Abteilung Westfalen, A 450 Ge I Gesamtarchiv von Landsberg-Velen (Dep.) Gemen - Urkunden: Urkunde Nr. 98

[98]

Ohne Autorennennung: Gründung des Heimatbundes und dessen Entwicklung, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 1925, S. 94

[99]

Kaplan Naendrup: Die Volksbüchereien in der Herrlichkeit, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 1927, S. 98ff

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Dr. Elisabeth Schwane:  Renovierung der Erler Pfarrkirche, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 1989, S. 116ff

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Ingrid Sönnert. Damals... Menschen und Geschichte(n) aus Raesfeld, Erle und Homer, Gemeinde Raesfeld 1997, ISBN 3-9804028-1-9, S. 567

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Die Erler Femeiche: Vom Gerichtsplatz zum Touristenmagnet. Westmünsterland – Kreis Borken, www.kreis-borken.de

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Gut in Schuss: Über 1000-jähriger Femeiche wurde wieder eine Pflegekur gegönnt. Der Westen: Das Portal der WAZ Mediengruppe, 7. November 2008

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Christa Setzer: Von September bis August, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 2010, S. 222ff

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Christa Setzer: Von September bis August, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 2009, S. 245ff

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Christa Setzer: Von September bis August, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 2007, S. 216ff

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Christa Setzer: Von September bis August, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 2006, S. 220ff

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Christa Setzer: Von September bis August, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 2005, S. 218ff

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Christa Setzer: Von September bis August, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 2002, S. 203ff

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Christa Setzer: Von September bis  August, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 1996, S. 223ff

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Christa Setzer: Von Oktober bis September, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 1995, S. 170ff

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Christa Setzer: Von Oktober bis Oktober, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 1994, S. 172ff

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Christa Setzer: Von Oktober bis Oktober, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 1984, S. 230ff

[137]

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Hermann-Josef Schwingenheuer: Von Oktober bis Oktober, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 1970, S. 126ff

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Hermann-Josef Schwingenheuer: Von Oktober bis Oktober, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 1969, S. 125ff

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Hermann-Josef Schwingenheuer: Von Oktober bis Oktober, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 1968, S. 117ff

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Hermann-Josef Schwingenheuer: Von Oktober bis Oktober, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 1967, S. 130ff

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Hermann-Josef Schwingenheuer: Von Oktober bis Oktober, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 1960, S. 97ff

[145]

Christa Setzer: Von Oktober bis Oktober, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 2014, S. 221

[146]

Christa Setzer: Von Oktober bis Oktober, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 2014, S. 222

[147]

Christa Setzer: Von Oktober bis Oktober, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 2014, S. 228

[148]

Christa Setzer: Von Oktober bis Oktober, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 2014, S. 228

[149]

Christa Setzer: Von Oktober bis Oktober, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 2014, S. 230

[150]

Christa Setzer: Von Oktober bis Oktober, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 2014, S. 239

[151]

Christa Setzer: Von September bis August, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 2015, S. 254

[152]

Christa Setzer: Von September bis August, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 2015, S. 256

[153]

Christa Setzer: Von September bis August, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 2015, S. 258

[154]

Christa Setzer: Von September bis August, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 2015, S. 260

[155]

Christa Setzer: Von September bis August, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 2015, S. 261

[156]

Christa Setzer: Von September bis August, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 2015, S. 262

[157]

Christa Setzer: Von September bis August, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 2015, S. 264

[158]

Christa Setzer: Von September bis August, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 2015, S. 265

[159]

Christa Setzer: Von September bis August, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 2015, S. 266

[160]

Christa Setzer: Von September bis August, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 2015, S. 272

[161]

Borkener Zeitung, Ausgabe 03. Januar 2015, Lokalteil Raesfeld, Artikel "Das Pfarrheim ist verkauft", Autor Frank Liebetanz

[162]

Borkener Zeitung, Ausgabe 03. Januar 2015, Lokalteil Raesfeld, Artikel "Nachbarschaft feiert Jubiläum", Autor Frank Liebetanz

[163]

Christa Setzer: Von September bis August, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 2016, S. 235

[164]

Christa Setzer: Von September bis August, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 2016, S. 236

[165]

Christa Setzer: Von September bis August, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 2016, S. 240

[166]

Borio TV, Meldung vom 25. September 2015: http://www.borio.tv/aktuelles/raesfeld/raesfeld-und-erle-bekommen-nun-doch-glasfaser_32201

[167]

Borkener Zeitung vom 21. Oktober 2015 ,  Lokalteil Raesfeld, Artikel: "In Raesfeld beginnen Tiefbauarbeiten für Glasfasernetz", Autor: Andreas Rentel

[168]

Christa Setzer: Von September bis August, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 2016, S. 263

[169

Christa Setzer: Von September bis August, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 2016, S. 264

[170]

Christa Setzer: Von September bis August, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 2016, S. 265

[171]

Christa Setzer: Von September bis August, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 2016, S. 266

[172]

Borkener Zeitung Online vom 19. Dezember 2016, Artikel: "Schulschild ist montiert.", Autor: Andreas Rentel

[173]

Borkener Zeitung Online vom 27. August 2016, Artikel: "Neue Mensa bietet auch Platz zum Spielen.", Autor: Andreas Rentel

[174]

Borkener Zeitung Online vom 07. Juni  2016, Artikel: "Kita Holzwurm in Erle feiert 25-Jähriges.", Autor: Irmgard Jünck

[174]

Christa Setzer: Von September bis August, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 2017, S. 262

[175]

Christa Setzer: Von September bis August, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 2018, S. 261

[176] Christa Setzer: Von September bis August, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 2018, S. 263
[177] Christa Setzer: Von September bis August, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 2018, S. 275

[178]

Christa Setzer: Von September bis August, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 2018, S. 278

[179]

Christa Setzer: Von September bis August, Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 2018, S. 281

[180]

Borkener Zeitung Online vom 22. November 2018 ,  Lokalteil Raesfeld, Artikel: "Böckenhoffs alte Scheune wird abgerissen. Bekanntes Ortsmerkmal schwindet", Autor: Andreas Rentel